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Der MGV im Spiegel seiner Geschichte

MGV Chronik

Der Gesangverein Gem√ľtlichkeit wurde mit dem Ziel gegr√ľndet, den Gesang zu pflegen und ihn in den Dienst der √Ėffentlichkeit zu stellen. Der Verein m√∂chte den Chorgesang f√∂rden und ihn als kulturelle Gemeinschaftsaufgabe in der Gemeinde und der √Ėffentlichkeit erhalten.

Die erste Seite

Der erste Eintrag im Protokolbuch

Am 22. September 1907 gr√ľndeten 48 sangeslustige M√§nner den Gesangverein ‚ÄěGem√ľtlichkeit“ mit dem Ziel den Gesang zu pflegen und ihn in den Dienst der √Ėffentlichkeit zu stellen. In der Gr√ľndungsversammlung w√§hlte man Michael Fischer zum 1. Vorstand und Adam Prei√üinger zum Stellvertreter. Als Vereinskassier wurde Martin Amrehn sowie Josef Roth und Franz Prei√üinger als Beisitzer gew√§hlt.

Bereits am 20.10.1907 l√§√üt der Vorstand durch den Dirigenten – Hauptlehrer Vogt – Noten, einen Taktstock und einen Tonangeber bestellen. Die Singstunden begannen nach Allerheiligen und zwar vor√ľbergehend im Schulhaus. In der Generalversammlung am 19.1.1908 beschlossen die Mitglieder, wer ohne Grund der Singstunde fernbleibt wird im ersten Fall verwarnt, im zweiten Fall mit 20 Pfennig Strafe belegt und im dritten Fall ebenfalls mit 50 Pfennig bestraft oder aus dem Verein ausgeschlossen. Aufgrund der strengen Handhabung waren deshalb Vereinsausschl√ľsse in den Anfangsjahren sehr h√§ufig.

Am Neujahr- und Dreik√∂nigstag 1910 sowie am zweiten Weihnachtsfeiertag f√ľhrte der Verein ein Theaterst√ľck auf. Die Auff√ľhrungen fanden gro√üen Anklang und mussten des √∂fteren wiederholt werden.

Am 3. Januar 1912 beschlo√ü die Vorstandschaft unter Vorbehalt der Zustimmung der Generalversammlung eine Fahne zu beschaffen. In der Versammlung am 2.3.1912 entschieden sich die Mitglieder aufgrund der schlechten finanziellen Lage den Kauf der Fahne im Jahr 1912. Jedes Mitglied verpflichtete sich aber einen Betrag in H√∂he von einer Mark f√ľr die Anschaffung einer Fahne zu leisten.

Die Fahne, die heute noch gut erhalten ist, wurde dann 1913 von der Firma Buri, W√ľrzburg, zum Preis von DM 400,- gekauft und am 13.7.1913 eingeweiht. Sechs Nachbarvereine waren anl√§sslich der Fahnenweihe erschienen. Fahnenbraut war Fr√§ulein Betty Schuckert, begleitet von zehn Ehrendamen. Pfarrer K√∂nig hielt den Festgottesdienst und weihte die Fahne. Die Musikkapelle aus Unterleinach hatte f√ľr DM 100,- Honorar die musikalische Gestaltung des Festes √ľbernommen. Immerhin konnte der Vereinskassier DM 49,39 als Einnahme verbuchen.

W√§hrend des ersten Weltkrieges ruhte die Vereinst√§tigkeit und die erste Versammlung fand erst wieder am 31.1.1919 statt. Hierbei fasste die Versammlung den Beschlu√ü, die Vorstandschaft im dreij√§hrigen Turnus zu w√§hlen. Die Chorproben fanden wieder w√∂chentlich statt. Besonders zu erw√§hnen w√§re noch der Beschlu√ü der Versammlung am 16.1.1921 j√§hrlich am C√§cilientag (22. November) einen Gottesdienst f√ľr die verstorbenen Mitglieder halten zu lassen. Diesen sch√∂nen Brauch hat der Verein bis heute aufrechterhalten.

Da im Jahr 1930 kein geeigneter Dirigent gefunden werden konnte, musste man die Chorproben vor√ľbergehend einstellen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage verschob man das f√ľr 1932 vorgesehene 25j√§hrige Vereinsjubil√§um um ein Jahr. Aber auch im Jahr 1933 war die Durchf√ľhrung aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Verh√§ltnisse nicht m√∂glich. Mit Beginn des Dritten Reiches √§nderte sich vieles innerhalb der Vereine. Am 10.9.1933 fand deshalb eine au√üerordentliche Generalversammlung statt. Im Einvernehmen mit dem politischen Leiter der NSDAP beauftragte man einen F√ľhrer mit entsprechenden Unterf√ľhrern mit der Vereinsf√ľhrung.

Pfingsten 1934 feierte man das 25j√§hrige Stiftungsfest. Laut Chronik war das Wetter sehr sch√∂n, was auch wesentlich zum guten Gelingen beigetragen hat. Als Gastvereine waren anwesend: Unterleinach, Retzbach, Retzstadt, Himmelstadt, Lauderbach, Th√ľngersheim, Remlingen, Waldbrunn, Kist, Helmstadt und H√∂chberg. Die musikalische Gestaltung hatte die Musikkapelle Rottenbauer √ľbernommen. Trotz des guten Verlaufes verblieb ein Defizit in H√∂he von DM 3,05. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges war wie √ľberall jede Vereinsarbeit unm√∂glich. Nach Kriegsende l√∂ste die amerikanische Besatzungsmacht die Vereine auf und beschlagnahmte die Vereinsfahnen. Jedoch umsichtiges Handeln rettete die Fahne vor einer Beschlagnahme durch die Amerikaner. Nach Aufhebung des Vereinsverbotes fand nach langer Pause, einberufen vom 1. Vorstand Cletus Kl√ľpfel, die erste Versammlung nach dem 2. Weltkrieg im Vereinslokal Schuckert statt. Zur Versammlung waren viele Mitglieder sowie Freunde und G√∂nner des Vereins erschienen. 8 junge sangesfreudige M√§nner traten in den Gesangverein als aktive S√§nger ein.

Im Juni 1958 feierte man das 50jährige Vereinsjubiläum, es war das erste Stiftungsfest nach dem 2. Weltkrieg.

Weiterer Höhepunkte im Vereinsleben waren das 65jährige Vereinsbestehen im Juni 1972, das 70jährigeVereinsjubiläum im Juni 1977, sowie das 75jährige Stiftungsfest 1982.

In diesem Jahr wurde von der Raiffeisenbank eine Langspielplatte aufgenommen, bei der der Gesangverein mitwirkte.

Vom 05. Р08. Juni 1987 feierten wir das 80 jährige Stiftungsfest mit 25 Gastchöre.

1988 legt der Chronist (Erich Seelmann) nach 20 j√§hriger T√§tigkeit sein Amt als Schriftf√ľhrer nieder.

1990 nur 25 Personen sind bei dieser Generalversammlung erschienen. Es wird √ľber die Interesselosigkeit der Chorbesuche diskutiert. Die Frage stellte sich: Ist es der Wohlstand der die Menschen auseinander leben l√§sst?

Als neue S√§ngertracht wird ein wei√ües Trachtenhemd mit roter Kordel und schwarzer Hose zum 85 j√§hrigen Stiftungsfest eingef√ľhrt.

Seit dem 15. März 1993 sind wir ein eingetragener Verein im Registergericht mit Satzung.

Am 29.05.1994 unternahm der MGV einen Tagesausflug nach Reschwitz in Th√ľringen um eine Partnerschaftsurkunde zu unterzeichnen.

1997 findet das 90 j√§hrige Stiftungsfest des MGV statt. 31 Gastvereine beteiligten sich an unserem Jubil√§um.

1998 werden neue Jacken mit Krawatte angeschafft.

Da bei Neuwahlen in der Generalversammlung am 12.11.1999 das Amt des 1. Vorsitzenden niemand √ľbernehmen wollte, wurde ein Dreier-Gremium gegr√ľndet, das die Belange des Vereins leiten wird.

Im August 2000 tritt Alois Fuchs offiziell von seinem Amt als Chorleiter zur√ľck, das er √ľber 35 Jahre ausge√ľbt hat.           Hubert Grauer √ľbernimmt die Leitung des Chores.

In einer au√üerordentlichen Generalversammlung am 03.01.2003 mit Neuwahlen √ľbernimmt eine neue Vorstandschaft die F√ľhrung des Vereins.

2005 Ein Klavier wurde von der Fa. Deu√üer zum Preis von 1950,- ‚ā¨ gekauft. Der gr√∂√üte Erfolg im Jahr 2005 war die Gr√ľndung des ‚ÄěGemischten Chores“, der Freude und Spa√ü vermitteln soll. Durch ihn kann ein neues Liedgut unterhaltsam und modern erschlossen werden.

Von 1972 bis heute veranstalteten wir 12 Benefizkonzerte die dem Kindergartenneubau, der Restaurierung des Himmels in der Kirche, den Kinderg√§rten Leinachs, der Jugendarbeit in Bolivien, der Restaurierung eines Bildstockes, der Mission in Uganda, der Caritas Station in Ro√übrunn und f√ľr die Kirchenrenovierung St. Laurentius gespendet wurden.

In den 100 Jahren seines Bestehens pflegte der Verein nicht nur den Chorgesang, sondern auch stets Geselligkeit. Liederabende mit oder bei auswärtigen Chören, Festbesuche bei befreundeten Vereinen, Gestalten der Gottesdienste an besonderen Festtagen, Liedervorträge bei traurigen Anlässen gehörten ebenso zum Vereinsgeschehen wie der Gesang. Aber auch bei Veranstaltungen und Festen der Gemeinde, der Pfarrgemeinde und der örtlichen Vereine wirkte stets der Männergesangchor mit.

Die Verantwortlichen des Gesangvereins hoffen, dass diese Zusammenarbeit erhalten bleibt und noch ausgebaut wird. Es wird aber auch n√∂tig sein, die Jugend f√ľr den Chorgesang zu gewinnen, Pflege des Chorgesangs ist uns echte Verpflichtung. Dass dabei die Geselligkeit als ein wichtiger Bestandteil einer in sich harmonischen Gemeinschaft nicht untergehen darf, versteht sich von selbst.

100 Jahre M√§nnergesangverein ‚ÄěGem√ľtlichkeit“ sind vergangen. Es war unm√∂glich, in dieser Kurzfassung der Vereinsgeschichte alle H√∂hen und Tiefen des Vereins aufzunehmen. Es sollte auch nur ein Abriss des Vereinslebens eines kleinen d√∂rflichen Vereins sein.

Gerade anlässlich der Festtage denken wir dankbar an die Sänger, die nicht mehr unter uns weilen, mit denen uns aber heute noch so manche Erinnerung verbindet.

M√∂ge es dem Gesangverein ‚ÄěGem√ľtlichkeit“ Oberleinach noch lange verg√∂nnt sein,
das deutsche Liedgut und den Chorgesang zu pflegen.
 
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